MSCI-Entscheidung am 15. Januar könnte Bitcoin-Verkauf von 15 Milliarden Dollar auslösen
Der Indexriese MSCI wird entscheiden, ob Bitcoin-Treasury-Unternehmen ausgeschlossen werden sollen, was potenziell Milliarden-Liquidationen erzwingen könnte.

Eine entscheidende Entscheidung steht bevor, die institutionelle Bitcoin-Bestände für immer verändern könnte.
Was passiert ist
Der Indexanbieter MSCI wird am 15. Januar 2026 bekannt geben, ob Unternehmen mit mehr als 50% digitaler Vermögenswerte als "Fonds" neu klassifiziert werden, wodurch sie effektiv von den wichtigsten Aktienindizes ausgeschlossen würden. Die Entscheidung betrifft 39 börsennotierte Unternehmen, darunter Strategy (ehemals MicroStrategy), Metaplanet und andere Bitcoin-Treasury-Firmen. Die Konsultationsphase endete am 31. Dezember, wobei die Umsetzung für die Index-Überprüfung im Februar geplant ist, falls genehmigt. Strategy, geführt von Michael Saylor, wäre als weltweit größter Unternehmens-Bitcoin-Halter mit 672.497 BTC am stärksten betroffen, was etwa 3,2% des gesamten Bitcoin-Angebots entspricht.
Warum es wichtig ist
Analysten prognostizieren, dass der Ausschluss Krypto-Asset-Verkäufe von 10 bis 15 Milliarden Dollar bei den betroffenen Unternehmen erzwingen könnte. JPMorgan schätzt, dass Strategy allein 2,8 Milliarden Dollar an Abflüssen aus MSCI-verbundenen Fonds sehen könnte, steigend auf 8,8 Milliarden Dollar, wenn Wettbewerber wie FTSE Russell ähnliche Richtlinien übernehmen. Polymarket-Wetter weisen derzeit eine 77%ige Wahrscheinlichkeit für eine Streichung von Strategy aus dem MSCI bis zum 31. März zu. Die Unsicherheit hat bereits mehr als 90 Milliarden Dollar von der Marktkapitalisierung des Unternehmens in den letzten sechs Monaten erodiert, wobei die Aktien 2025 um fast 50% gefallen sind.
Worauf zu achten ist
Drei Szenarien bleiben möglich: vollständige Umsetzung (schlimmster Fall), eine Verzögerung zur weiteren Überprüfung (am wahrscheinlichsten laut Analysten) oder vollständiger Rückzug (bester Fall). Michael Saylor hat direkt widersprochen und einen 12-seitigen Brief an MSCI eingereicht, in dem er argumentiert, dass das Unternehmen "kein Fonds, kein Trust und keine Holdinggesellschaft" sei. Die Entscheidung am 15. Januar wird den Ton für die institutionelle Bitcoin-Exposition im gesamten Jahr 2026 setzen.
Wichtige Erkenntnisse
Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte. Die Marktreaktion wird stark von der endgültigen MSCI-Entscheidung und möglichen Verzögerungsankündigungen abhängen.


