Ein neuer Bitcoin-Vorschlag skizziert einen dreiphasigen Plan zur Abschaffung veralteter Signaturen, der potenziell 5,6 Millionen BTC in anfälligen Wallets einfrieren könnte.

Bitcoin-Entwickler haben BIP 361 veröffentlicht, einen Vorschlag, der quantenanfällige Signaturverfahren über mehrere Jahre hinweg schrittweise abschaffen würde. Der Plan hat jedoch einen harten Kompromiss zur Folge: Etwa 5,6 Millionen BTC im Wert von $420 Milliarden könnten eingefroren werden, falls Inhaber die Migration nicht durchführen.
Am 14. April von Jameson Lopp und einer Koalition von Bitcoin-Forschern veröffentlicht, legt BIP 361 einen mehrjährigen Fahrplan dar, um Bitcoins aktuelle ECDSA- und Schnorr-Signaturalgorithmen durch quantenresistente Alternativen zu ersetzen. Der Vorschlag identifiziert eine wachsende Schwachstelle: Über 34% aller Bitcoin haben derzeit einen offengelegten öffentlichen Schlüssel in der Blockchain, was bedeutet, dass ein ausreichend leistungsfähiger Quantencomputer theoretisch private Schlüssel zurückentwickeln und diese Wallets leeren könnte.
Der Plan umfasst drei Phasen, alle gemessen ab einem einzelnen Aktivierungspunkt. Phase A, die drei Jahre nach der Aktivierung beginnt, würde neue Einzahlungen auf veraltete Adresstypen blockieren, während das Ausgeben von ihnen noch möglich wäre. Phase B, fünf Jahre nach der Aktivierung, würde alle veralteten Signaturen vollständig ungültig machen und nicht migrierte Guthaben einfrieren. Phase C schlägt einen forschungsabhängigen Rettungsmechanismus unter Verwendung von Zero-Knowledge-Proofs vor, der es Inhabern eingefrorener Wallets ermöglichen könnte, ihr Eigentum nachzuweisen und ihre Coins zurückzuerhalten.
Das Ausmaß der potenziell betroffenen Bitcoin ist enorm. Schätzungsweise 5,6 Millionen BTC, etwa 28% des Gesamtangebots, liegen in Wallets, die unter Phase B eingefroren würden, wenn ihre Eigentümer keine Maßnahmen ergreifen. Diese Summe beinhaltet Satoshi Nakamotos geschätzte 1,1 Millionen BTC, die sich nie bewegt haben und keine bekannte Entität zur Migration haben.
Kritiker argumentieren, der Vorschlag entspreche einer erzwungenen Beschlagnahme ruhender Coins und verändere effektiv Bitcoins grundlegende Eigentumsrechtsgarantien. Befürworter kontern, dass ohne proaktive Maßnahmen Quantencomputer dieselben Coins direkt stehlen könnten, was ein weitaus schlechteres Ergebnis für das Netzwerk schaffen würde. Die Debatte hebt eine zentrale Spannung in der Bitcoin-Governance zwischen individueller Souveränität und netzwerkweiter Sicherheit hervor.
BIP 361 befindet sich in der frühen Diskussionsphase und würde einen breiten Gemeinschaftskonsens erfordern, bevor eine Aktivierungszeitlinie beginnt. Der Vorschlag hat seine eigene Informationsseite auf bip361.org. Entwickler sammeln aktiv Feedback zum Phase-C-Wiederherstellungsmechanismus, der die technisch unsicherste Komponente bleibt. Es wurde kein Aktivierungsdatum festgelegt, und die gesamte Zeitlinie von der Aktivierung bis zur Phase-B-Einfrierung würde fünf Jahre umfassen, mit einer zusätzlichen Forschungsphase danach.
Der Vorschlag bleibt kontrovers und steht vor einem langen Weg zur möglichen Einführung. Mit fortschreitenden Quantencomputern und Milliarden in exponiertem Bitcoin fängt die Debatte darüber, wie sich Bitcoin vorbereiten sollte, gerade erst an.

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