Ein Angreifer prägte 80 Millionen ungedeckte USR-Token, ließ den Stablecoin um über 95% abstürzen und entnahm etwa $25 Millionen in ETH.

Der USR-Stablecoin von Resolv Labs verlor am 22. März seine Dollar-Bindung, nachdem ein Angreifer Schwachstellen im Prägungsmechanismus des Protokolls ausnutzte, um 80 Millionen ungedeckte Token zu erstellen. Dies löste einen Preisabsturz von über 95% und Verluste von etwa $25 Millionen aus.
Ein Angreifer hinterlegte zwischen $100.000 und $200.000 USDC im Resolv-Protokoll und nutzte Schwachstellen in den requestSwap- und completeSwap-Funktionen aus, um 80 Millionen ungedeckte USR-Token zu prägen. Diese Inflation um das 400- bis 500-fache war aufgrund der Einzelschlüssel-Kontrolle ohne Oracle-Prüfungen oder Prägungslimits möglich. Der USR-Preis stürzte von $1,00 auf $0,025 ab, erholte sich später auf $0,40 bis $0,80. Der Angreifer entnahm schätzungsweise $23 bis $25 Millionen in ETH. Resolv pausierte den Betrieb und begann am 23. März mit genehmigten Rückzahlungen auf einer Whitelist.
Der Vorfall zeigt kritische Schwachstellen in DeFi-Prägungsmechanismen auf. Morpho, Fluid und Euler deaktivierten USR-Märkte. KyberSwap blockierte am 23. März Wallets des Angreifers. Dies ist der jüngste in einer wachsenden Serie von Stablecoin-Depegs im Jahr 2026, was Bedenken hinsichtlich Protokollsicherheit und systemischen Risiken verstärkt.
Resolv verarbeitet genehmigte Rückzahlungen, hat aber noch keine Kompensation für Verluste bestätigt. On-Chain-Analysten verfolgen die gestohlenen Gelder. Es bestehen Bedenken hinsichtlich potenzieller Ausbreitung fauler Schulden auf Kreditprotokolle, die USR als Sicherheit akzeptierten. Die vollständige Schadenshöhe und Wiederherstellungsaussichten bleiben unklar.
Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte. Der Exploit unterstreicht, warum Audits von Prägungsmechanismen und grundlegende Sicherheitskontrollen für DeFi-Protokolle, die Nutzergelder verwalten, nach wie vor entscheidend sind.
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