Die Frist des Weißen Hauses am 1. März für einen Kompromisstext zum CLARITY Act ist erreicht, ohne dass eine Einigung in Sicht ist. Der Senat verschob die Abstimmung wegen Streitigkeiten über Stablecoin-Renditen.

Die selbst gesetzte Frist des Weißen Hauses am 1. März für die Vorlage eines Kompromisses zum CLARITY Act ist erreicht, doch keine Einigung ist in Sicht, da die Stablecoin-Rendite-Regeln der zentrale Streitpunkt zwischen Banken und der Kryptoindustrie bleiben.
Der Digital Asset Market Clarity Act (H.R. 3633), der im Juli 2025 mit einer Abstimmung von 294-134 das Repräsentantenhaus passierte, steckt seit September im Senat fest. Patrick Witt, Kryptoberater des Weißen Hauses, setzte den 1. März als Frist für einen Kompromisstext nach einem Treffen mit Interessengruppen am 19. Februar, doch das Senate Banking Committee verschob seine Abstimmung in dieser Woche offiziell.
Der zentrale Streit dreht sich darum, ob Stablecoins Erträge an Inhaber auszahlen dürfen. Nach dem Februar-Treffen verbreitete Witt Entwürfe, die Stablecoin-Belohnungen für "Aktivitäten oder Transaktionen" erlauben würden, nicht aber für ruhende Guthaben. Bankenverbände argumentieren, dass renditetragende Stablecoins effektiv Bankeinlagen imitieren und die Kreditvergabe destabilisieren könnten. Kryptounternehmen entgegnen, dass Renditebeschränkungen Innovationen ins Ausland treiben würden.
Unterdessen veröffentlichte die OCC am 25. Februar einen separaten 376-seitigen Vorschlag zur Umsetzung des GENIUS Act, der autorisierten Stablecoin-Emittenten ausdrücklich untersagt, jegliche Form von Rendite auszuschütten. Der Vorschlag verlangt 1:1-Reserven in Bargeld oder Staatsanleihen und eine zweitägige Rückzahlung zum Nennwert für alle US-Zahlungs-Stablecoins.
Der Stablecoin-Markt ist auf über 300 Milliarden Dollar Gesamtvolumen gewachsen, und der regulatorische Rahmen für diese Vermögenswerte wird die Wettbewerbsdynamik zwischen traditionellen Banken und Kryptoplattformen auf Jahre hinaus prägen.
Die Polymarket-Quoten für eine Verabschiedung des CLARITY Act im Jahr 2026 sind von etwa 80% auf die Mitte der 50er-Prozent-Marke gefallen, da die Verhandlungen ins Stocken gerieten. Wenn das Gesetz nicht bald vorankommt, warnen JPMorgan-Analysten, dass sich das Legislativfenster nach August effektiv schließt, da die Zwischenwahl-Politik übernimmt. Weitere Verzögerungen könnten bedeutsame regulatorische Klarheit bis 2027 verschieben.
Das Renditeverbot der OCC unter dem GENIUS Act eröffnet eine zweite Front. Selbst wenn der CLARITY Act mit einigen Rendite-Zugeständnissen verabschiedet wird, könnten die OCC-Regeln die Teilnahme von Banken am Stablecoin-Markt einschränken und ein Zwei-Klassen-System schaffen, in dem kryptonative Emittenten unter anderen Regeln arbeiten als banknahe.
Das Senate Banking Committee könnte in den kommenden Wochen noch eine Abstimmung ansetzen, doch die verpasste Frist am 1. März signalisiert, dass die Verhandlungen mehr Zeit brauchen. Wichtige Termine sind das Ende der 60-tägigen Kommentarfrist der OCC Ende April sowie mögliche Senatsabstimmungen vor der Sommerpause.
Für die Kryptomärkte reiht sich die Verzögerung in eine wachsende Liste von Gegenwind ein, neben geopolitischen Spannungen und makroökonomischer Unsicherheit. Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle beobachten beide Regulierungswege genau, da das Ergebnis bestimmen wird, ob Renditeprodukte legal auf dem US-Markt existieren können.
Der weitere Weg des CLARITY Act bleibt ungewiss, da die Frist am 1. März ohne Einigung verstreicht. Die Stablecoin-Rendite-Frage ist zur entscheidenden Schlacht in der US-Kryptoregulierung geworden, und ihre Lösung wird den Ton für die institutionelle Akzeptanz in der zweiten Jahreshälfte 2026 setzen.

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