Grayscale identifiziert Ethereum, Solana, BNB Chain und Canton Network als die vier Blockchains, die unter dem CLARITY Act am besten positioniert sind, um institutionelles Kapital anzuziehen.

Der Vermögensverwalter Grayscale hat eine Research-Notiz veröffentlicht, in der Ethereum, Solana, BNB Chain und Canton Network als die vier Blockchain-Ökosysteme identifiziert werden, die am besten positioniert sind, um vom CLARITY Act zu profitieren, dem wegweisenden US-Gesetz zur Marktstruktur für Kryptowährungen, das am 14. Mai mit 15 zu 9 Stimmen den Senate Banking Committee passiert hat.
In einem am 22. Mai veröffentlichten Bericht analysierte Grayscale, welche Blockchain-Netzwerke am stärksten profitieren könnten, falls der Digital Asset Market Clarity Act Gesetz wird. Das Unternehmen setzte Ethereum an die Spitze seiner Liste und verwies auf die tiefe Liquidität, die große Entwicklerbasis und die dominierende Rolle bei tokenisierten Real-World Assets und dezentraler Finanzinfrastruktur.
Solana und BNB Chain wurden wegen ihres hohen Transaktionsdurchsatzes, aktiver Ökosysteme für dezentrale Anwendungen und erheblicher Stablecoin-Nutzung hervorgehoben. Canton Network, ein vergleichsweise neuer Akteur, wurde wegen seiner auf Datenschutz ausgerichteten Architektur genannt, die speziell für regulierte Finanzinstitute und tokenisierte Real-World Assets entwickelt wurde.
Grayscale nannte außerdem sekundäre Nutznießer, darunter Avalanche, Ethereum Layer 2 Netzwerke wie Base und Arbitrum, das DeFi-fokussierte Hyperliquid sowie das stark von Stablecoins geprägte Tron.
Der CLARITY Act würde bestimmte digitale Vermögenswerte als Rohstoffe statt als Wertpapiere einstufen und damit die primäre Aufsicht von der SEC zur CFTC verlagern. Diese Unterscheidung ist entscheidend für Netzwerke wie Ethereum und Solana, bei denen regulatorische Unklarheit die institutionelle Akzeptanz gebremst hat.
Grayscales Einschätzung ist relevant, weil das Unternehmen Krypto-Vermögenswerte im Wert von mehreren zehn Milliarden verwaltet und seine Research-Arbeit signalisiert, wohin institutionelles Kapital voraussichtlich fließen wird, sobald regulatorische Leitplanken vorhanden sind. Netzwerke mit etablierter Tokenisierungsinfrastruktur, DeFi-Protokollen und Stablecoin-Liquidität dürften die erste Welle regelkonformer institutioneller Aktivität erfassen.
Der CLARITY Act benötigt noch eine vollständige Abstimmung im Senatsplenum, eine Abstimmung mit einer möglichen Version des Repräsentantenhauses und die Unterschrift des Präsidenten, bevor er Gesetz wird. Marktteilnehmer beobachten den legislativen Zeitplan genau, wobei einige Analysten vor der August-Pause mit einer Plenarabstimmung rechnen. Wie schnell institutionelle Produkte und tokenisierte Angebote auf den genannten Netzwerken entstehen, hängt von den endgültigen regulatorischen Details und den Zeitplänen für die Umsetzung ab.
Grayscales Bericht unterstreicht einen wachsenden Konsens, dass regulatorische Klarheit institutionelles Kapital auf eine kleine Zahl etablierter Blockchain-Ökosysteme konzentrieren wird. Während der CLARITY Act seine verbleibenden legislativen Schritte durchläuft, könnten die vier genannten Netzwerke mehr Entwickleraktivität und institutionelles Interesse verzeichnen. Dies ist eine sich entwickelnde Geschichte.

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